Pyrolytischer Graphit schwebt über einem Magneten

Pyrolytischer Graphit schwebt über einem Magneten

Pyrolytischer Graphit – wenn Materie über Magneten schwebt

Heute wurde es bei uns wieder einmal verblüffend: Pyrolytischer Graphit kann über starken Permanentmagneten schweben.
Der Grund dafür ist der Diamagnetismus. Diamagnetische Stoffe werden von einem Magnetfeld nicht angezogen, sondern ganz leicht abgestoßen. Bei den meisten Materialien ist dieser Effekt extrem schwach und kaum sichtbar. Pyrolytischer Graphit ist jedoch besonders stark diamagnetisch – und in Kombination mit kräftigen Neodym-Magneten wird die Abstoßung so groß, dass ein dünnes Stück Graphit tatsächlich frei über der Magnetanordnung schweben kann.
Besonders spannend ist, dass dabei keine Elektronik, kein Elektromagnet und keine aktive Regelung notwendig sind. Entscheidend ist allein die richtige Anordnung der Magnetpole: Durch ein geeignetes Magnetfeld entsteht eine stabile Position, in der das Graphitplättchen scheinbar schwerelos über den Magneten schwebt.
Physikalisch passiert dabei Folgendes: Das äußere Magnetfeld erzeugt im Material kleine induzierte magnetische Momente, die dem angelegten Feld entgegenwirken. Dadurch wird das Graphit aus Bereichen hoher Magnetfeldstärke herausgedrängt.
Ein kleines Experiment, das zunächst wie Zauberei aussieht – und gleichzeitig eindrucksvoll zeigt, dass Magnetismus sehr viel mehr ist als nur „Nordpol zieht Südpol an“.
Physik kann schweben.

Videos